Völkerzmittag

Dienstag, 6. November 2018

Auch dieses Jahr ist die Bevölkerung von Ruswil mit ihren Familien wieder zum gemeinsamen Völkerzmittag eingeladen.

 

Gastgeber sind Arbeitsgruppe für Integration, FrauenRuswil und Treff junger Eltern. Verschiedene in Ruswil wohnende, ausländische und einheimische Frauen  kochen eine Spezialität aus ihrem Heimatland. Somit besteht die Möglichkeit Neues auszuprobieren, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen und in ungezwungener Atmosphäre mit anderen Kulturen in Kontakt zu treten.

 

Zeit: ab 11.45 Uhr

Ort: Pfarreiheim Ruswil

Anmeldung: bis Freitag, 2.11.2018 bei Suzanne Schmid, Tel. 041 495 38 58, suzanneschmid@bluewin.ch

 

Ab 13.00 Uhr ist der Lolipop für die kleinen Gäste geöffnet (gratis). Um 14.00 Uhr folgt eine Film-Vorführung.

 

Es freut uns, wenn Sie auch nach dem Essen oder nach der Film-Vorführung verweilen und den Austausch geniessen. 

 


Film-Vorführung

Myanmar, ehemals Burma, im Südosten von Asien.

Vor mehr als einem Jahr war in den Medien zu erfahren, dass mehr als 700‘000 Menschen vor der Gewalt in Myanmar flüchteten und seither in Flüchtlingslagern im Nachbarland Bangladesch untergebracht sind. Wie ist eine solche Tragödie in einem buddhistischen Land möglich?

Der Dokumentarfilm „LE vénérable W.“ ist ein Beitrag zum Verstehen der Vorgänge, die sich seit Jahren in Myanmar anbahnen.

 

 

 

 

 

Der Regisseur Barbet Schroeder reiste nach Mandaley um den burmesischen, buddhistischen Mönch Ashin Wirathu zu interviewen, welcher der Anführer einer nationalistischen Bewegung ist.

Der Film dringt tief in die Psychologie von Ashin Wirathu ein, indem viele den geistigen Führer der extremistischen Buddhisten in Burma sehen. Eines Tages wird er vielleicht gar als Ursprung des ersten Völkermordes des 21.Jh. in die Geschichte eingehen. Seine Internetseite ist in Burma eine der meist besuchten. Er hat Aung-Sang Suu Kyi zu ihrer Niederlage, Marine Le Pen und Donald Trump zu ihrem Sieg gratuliert. Und was wäre, wenn die Geschichte ihm tragischer Weise nun auch noch recht gäbe?

In Myanmar ist der „Ehrwürdige Wirathu“ ein hoch angesehener und einflussreicher buddhistischer Mönch. Ihn zu treffen bedeutet reisen  in das Herz des alltäglichen Rassismus und beobachten, wie Islamophobie und Hassreden zu Gewalt und Zerstörung führen.

Dennoch ist dies ein Land, in welchem 90% der Bevölkerung den Buddhismus als Glauben angenommen haben; eine Religion, die auf einer friedlichen, toleranten und gewaltfreien Lebensweise beruht.

Der Film zeichnet auch die Tragödie der Rohingya, der muslimischen Minderheiten auf, wobei Wirathu einer der Initiatoren ihrer Verfolgung ist.